Rassen die wir züchten

Allgemeines Wissen

Wenn man von Kaninchen spricht, sollte man zuerst unterscheiden zwischen Stehohren-Kaninchen und den Hängeohr-Kaninchen (Widdern). Hier in dieser Sparte unterteilen sich die Arten die folgt: Miniwiddern (max 1.3kg), Zwergwiddern (max 1.8kg), Kleinwiddern (max. 3kg) und Grosswiddern (bis 8kg). Zwergwidder unterscheiden sich von der Typart deutlich von den Stehohr-Zwergkaninchen. Deshalb bevorzugen wir immer mindestens 2 der gleichen Rasse vorzufinden. Leben Zwergwidder alleine in einem Rudel von Stehohrkaninchen, sind sie oft scheu, verschüchtert oder sitzen gerne in der Ecke und ziehen sich zurück. Es gibt selten Ausnahme von unabängingen Charaktern, wo gerne für sich alleine sind, da kann es ab und zu so einigermassen passen, aber das ist eher selten der Fall. Ohne genaue Kenntnisse über die Rassen würde man dann das so deuten: "ja unser Zwergwidder ist halt sehr ruhig. . " Doch dass er unwohl ist ohne gleiches Rassenggspändli würde nie vermutet werden. 

Es gibt verschiedene Zwergwidder. Es gibt kurzhaarige, mittel- und langhaarige so auch die mit der typischen Löwenmähne. Je nach Rassenstandard werden die Tiere der Rasse zugeordnet. Bei den Miniwiddern die heute sehr beliebt sind (Minilop) hat es Probleme gegeben mit Verhalten. Oftmals sind die Tiere zu aggressiv für Gruppenhaltung. Daher züchten wir persönlich diese Rasse nicht mehr. Unsere herzigen Widderlis sind zwischen 1.2 - 1.8kg. 

 

Wir führen keine Minilops mehr, da diese Rasse gegen 2 jährig oftmals grosse Schwierigkeiten im Rudel durch übermässig starke Hitzigkeiten (Ruhelosigkeit, Nervös und ständiges Besteigen) oder durch starkes Dominieren (auch unter Kastraten) mit sich bringen. Ebenfalls kam uns vermehrt zu Ohren (von ehemaligen Minilopbesitzern), dass sie gegen 2jährig gerne auch eigenartige Drüsenerkrankungen im hinteren Körperteil machten. Diese und eigene Beobachtungen haben uns dazu gebracht, diese Rasse aus unserer Zuchtlinie auszuschliessen so gut es geht (Trägerlinien kann man nie ganz ausschliessen).  


Der Fuzzylop und seine Freunde:


Der FUZZYLOP (Cashmere-Zwergwidder) ist ganz besonders in den USA eine beliebte und weit verbreitete Rasse. Sein fluffiges Fell, lässt sich leicht pflegen mit ein paar sehr einfachen Anwendungstipps. Doch sollte er 1x in der Woche für ca 5 Minuten gezielt gepflegt werden, damit sich mit der Zeit keine Knöpfe bilden. Sollte es dennoch mal dazu kommen, so ist es sehr einfach diese zu entfernen. Wir zeigen dies vor der Abgabe. 

 

Typvoll: Was wir am Fuzzylop einzigartig finden, ist sein sehr schönes Aussehen und seine überaus ruhige, gesellige Art, sei es zu seinen Artgenossen oder aber auch zum Menschen. Er lieb es gekuschelt zu werden und bevorzugt Innenhaltung, da er dem Menschen gegenüber sehr anhänglich wird. 

 

Fellqualität: Im Vergleich zum Teddy hat es deutlich weniger Unterwolle und kürzer als beim Angora, deshalb spricht man beim Fuzzylop von mittellangem Haar.  


Der HOLLANDLOP kurz NHD ist ein ruhiges und anhängliches Zwergkaninchen. Es entwickelt seine Art und Nähe mit der Zeit und gibt sich dem dann stabil hin. Es ist in den Hitzigkeiten (Weibchen) eher ruhig und verhält sich so auch Kindern gegenüber liebevoll. Im Rudel selber mögen wir ihre ruhige Art und sie ergänzen sich auch mit den Fuzzylops perfekt. Ob Innen- oder Aussenhaltung, der NHD passt sich sehr gut an und geniesst beide Arten von Haltungen sehr. 

 

Typvoll: zu erkennen ist er an seinem etwas längerem und teilweise eckigen Kopf, die Krone (Verbindungsteil zwischen den Ohren) ist bei ihm sehr gut sichtbar. Farbenspektren sind alle erlaubt und zugelassen.

 

Fellqualität: der NHD hat immer kurzes Haar, doch fällt bei ihm, je nach Farbe der Fellwechsel etwas deutlicher auf als bei den normalen Zwergwidder, da er doch teilweise etwas dichteres Fell hat, das aber nicht gebürstet werden muss! 


Der LÖWENZWERGWIDDER ist eigentlich eine Kreuzung zwischen Teddyzwergwidder & kurzhaarigen Widder (Minilop, Nomalzwergwidder oder NHD). So kann das Fell bei ihm teilweise unterschiedlich dicht ausfallen. Doch zu erkennen und einzuteilen ist der, wenn er vorne am Kopf das Gesicht bis hinter die Augen kurzhaarig hat und über den Rücken auch. Ab Ohrenansatz, am Hals, an den Seiten, Bauch und am Hinterteil dürfen lange Haare vorhanden sein. 

 

Typvoll: der Löwenzwergwidder kann (je nach Genen die er vererbt hat) eher wie der Teddyzwergwidder anhänglich sein oder aber wie der eigentliche kurzhaarige Zwergwidder eher distanziert. Doch gerade diese Vielfältige Ader die er mit sich bringt, kann ein grösseres Rudel ganz schön spannend machen. Auch hier sind alle Farbvariationen zugelassen. 

 

Fellqualität: Ein Löwenzwergwidder muss leicht kämmbares Fell aufweisen, dass vielleicht 1 bis 2x im Monat etwas durchgebürstet werden sollte (im langen Bereich).  Je nach Tier kann die Löwenmähne unterschiedlich lang/dicht sein. 



Das TEDDYZWERGWIDDERLI hat ein sehr dichtes Fell, das mindestens 1 bis 2x pro Woche gründlich gebürstet werden muss, doch geniesst das Kaninchen die Pflege und die Nähe zum Menschen, die es dann erlebt. Diese kleinen Rackerlis werden mit dem Alter dann auch sehr anhänglich und sind eigentlich von Natur aus eher gesellige Faulenzerli die nie alleine als Rasse gehalten werden sollten sondern mindestens zu zweit.

 

Typvoll: seine ehrliche Art ist so schön, er zeigt deutlicher als andere Zwergkaninchen ob er sich wohl fühlt oder nicht, so zieht er sich sofort zurück wenn er nicht wohl ist und wird sehr neugierig und anhänglich wenn es ihm gefällt. Ebenso hört er gerne auf den Menschen und geniesst besonders gerne das  Leben draussen, entgegen den Fuzzylops die am liebsten Drinnen leben.